Reputationsmanagement 2

Unter Reputationsmanagement versteht man die Bemühungen eines Unternehmens darzustellen, welchen Beitrag es unabhängig von wirtschaftlichen Unternehmenszielen zur Mehrung des Allgemeinwohls leistet und zwar jetzt und in Zukunft.

Medizinische Leistungszentren als Sinn- und Wertelieferanten?

Das Verhalten privatwirtschaftlicher Institutionen wird in der Öffentlichkeit immer kritischer unter die Lupe genommen.
Gerade Ärzte/Ärztinnen, die überzeugt sind, Bedürfnisse und Erwartungen ihrer patienten in den Fokus gestellt zu haben, sind überrascht, wie sehr ein soziales Engagement stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt ist und damit auch die das Engagement der Unternehmen nach ihrem gesellschaftlichen Beitrag hinterfragt wird.

Dahinter verbergen sich zwei Erkenntnisse, die auch für Mediziner bedeutungsvoll sind :

  1. Eine reine Differenzierung über Dienstleistungen ist schwieriger geworden, da diese immer stärker technisiert wurden und somit zumindest teilweise austauschbar geworden sind.
  2. Die Erfahrung zeigt, dass Patienten eher dazu geneigt sind eine Institution zu fördern, die hinter einer Sache steht, welche sie selbst unterstützen und befürworten. Das kann etwas Soziales, Funktionales oder auch Ökologisches sein.
  3. Mitarbeiter/innen bewerben sich lieber in Unternehmen, die nicht nur für ihr fachliches sondern auch für soziales und kulturelles Engagement anerkannt werden.

Ärzte müssen nicht erklären warum ihre Existenz sinnvoll ist.

Reputationsmanagement für Ärzte bedeutet eine intensive Verbindung mit den Patienten und Partnern durch Identifikation gemeinsamer Wertvorstellungen herzustellen, die durch das Angebot von qualitativ hochstehenden Dienstleistungen alleine nicht erreicht werden kann.