Wie Feedback funktioniert

Menschen haben keine Lust, Fragebogen auszufüllen. Je geringer der Aufwand, umso höher die Wahrscheinlichkeit, eine Rückmeldung zu bekommen. Zufriedene Menschen sind eher zurückhaltend dabei Bewertungen abzugeben, unzufriedene tun dies eher. Für ein aussagekräftiges Bild sind möglichst viele Rückmeldungen erforderlich. Motivieren Sie alle Menschen, für die Sie und mit denen Sie arbeiten ein Feedback zu geben!
Mein Vorschlag: Formulieren Sie nur drei Fragen, verzichten Sie auf eine Scala, begnügen Sie sich mit Ja/Nein Antworten. Bieten Sie zusätzlich die Möglichkeit für Kommentare im Freitext. Bitten Sie um die Chance Kontakt aufzunehmen bei Nein-Antworten.
Veröffentlichen Sie – mit einer größeren Zahl von Rückäußerungen – die Ergebnisse als Prozentzahlen online. Prozente sind etwas, das alle verstehen.

Patienten/-innen Zufriedenheit

  • Waren Sie mit der Behandlung und Betreuung zufrieden?
  • Würden Sie sich bei einer erneuten Erkrankung wieder bei/von uns behandeln lassen?
  • Würden Sie einer Freundin empfehlen sich in einem vergleichbaren Fall bei/von uns behandeln zu lassen.

Mitarbeiter/-innen Zufriedenheit

  • Würden sie einer Freundin raten in unserer Praxis/MVZ beruflich tätig zu sein?
  • Würden sie weiterhin bei uns arbeiten, wenn Sie die Möglichkeiten hätten zu vergleichbaren Bedingungen in einer anderen Praxis zu arbeiten?
  • Wenn Sie unsere Praxis/MVZ mit anderen Behandlungseinrichtungen vergleichen, schätzen sie uns als qualitativ besser ein?

Einweiser/-innen Zufriedenheit

  • Sind Sie zufrieden mit unserer Tätigkeit?
  • Sind Sie zufrieden mit unserer Erreichbarkeit?
  • Wenn Sie das unsere Praxis/MVZ mit anderen Behandlungseinrichtungen vergleichen, schätzen sie unsere Leistung als qualitativ besser ein?

Lassen Sie sich nicht von Gefühlen überwältigen, wenn Sie ein negatives Feedback bekommen. Versuchen Sie lieber zu erkennen, was davon zutrifft. So lernen Sie, auch mit scheinbar harter Kritik besser umzugehen.

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Portraitfoto von Prof. Dr. med. H.-Peter Scheidel
Über Peter Scheidel

Prof. Dr. med. Peter Scheidel war von 1989 bis 2008 Chefarzt der Frauenklinik im Marienkrankenhaus Hamburg und von 2009 bis 2017 Leitender Arzt im  Mammazentrum Hamburg – 2017 ausgezeichnet mit dem German Brand Award.
Seit 2018 bietet er verhaltenes Mittun beim erfolgreichen und verantworteten unternehmerischen Handeln im Bereich der Gesundheitswirschaft